Nun ein wenig wissenschaftliche Kultur! Wenn wir uns etwas näher mit der Funktionsweise von Pilzen beschäftigen, werden wir überrascht sein! Wenn wir uns beispielsweise ihre Ernährungsweise ansehen, wird schnell klar, dass Pilze im Gegensatz zu Pflanzen kein Chlorophyll enthalten und daher ihre Nahrung nicht durch Photosynthese selbst produzieren können. Sie sind also heterotroph, d. h. sie sind für ihre Ernährung auf vorhandene organische Stoffe angewiesen. Tatsächlich nutzen Pilze drei Hauptarten der Ernährung:
Saprophytismus: Dieser Fachbegriff bedeutet, dass sie sich von toten organischen Stoffen (Blättern, Holz) ernähren und damit eine entscheidende Rolle beim Recycling von Stoffen und bei der Zersetzung spielen.
Parasitismus: Unsere lieben Pilze erlauben sich, wenn ihnen danach ist oder vielmehr wenn es die Umgebung zulässt, sich auf lebenden Wirten zu entwickeln, auf deren Kosten!
Symbiose: In diesem Fall gehen sie für beide Seiten vorteilhafte Beziehungen mit anderen Organismen ein, indem sie diesen ermöglichen, Wasser und Mineralsalze aufzunehmen, und ihnen im Gegenzug Zucker und andere organische Stoffe zur Verfügung stellen. Dies ist beispielsweise bei Mykorrhizen (Verbindung zwischen Pflanzenwurzeln und Pilzmyzel) und Flechten (Verbindung mit Algen oder Cyanobakterien zur Bildung eines neuen Organismus) der Fall.
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